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20.07.2015, 10:30 Uhr | © Gmünder Tagespost 17.07.2015
Start für Bargaus Ortsumgehung
Viel Politprominenz beim Spatenstich – Umfahrung entlastet Kern – Bauzeit zweieinviertel Jahre
Aufatmen in Bargau: Landesverkehrsminister Winfried Hermann hat am Freitag mit Kommunalpolitikern den ersten Spaten für die Bargauer Ortsumgehung in die Erde gestochen. In gut zwei Jahren soll die Entlastung für Bargaus Ortskern fertig sein.
Darauf haben die Bargauer mehr als 20 Jahre gewartet: Landes-, Kreis- und Stadtpolitiker starteten am Freitag den Bau der Bargauer Ortsumgehung. In gut zweieinviertel Jahren sollen die ersten Autos den Ort umfahren. (Fotos: Laible)
Schwäbisch Gmünd-Bargau. Darauf haben die Bargauer Jahrzehnte gewartet. Bestimmt sind deshalb am Freitag Hunderte an den westlichen Ortsrand gekommen, um zu feiern. Allen voran die Mitglieder der Bürgerinitiative um Berthold Waldenmaier. Sie hatten Verkehrsminister Winfried Hermann wohl mächtig beeindruckt, als sie im Juli 2013 vor dem Stuttgarter Landtag für die Ortsumgehung demonstriert hatten. Ihm sei klar gewesen, dass diese Straße eine hohe Priorität habe, sagt Hermann zwei Jahre danach im Bargauer Festzelt. Er erläutert seine Politik: Menschen mobil halten. Und dies nicht zu Lasten der Umwelt. Er löse an diesem Freitag ein Versprechen ein, sagt Hermann. Denn im Juli 2013 hatte er den Bargauern den Baubeginn 2015 in Aussicht gestellt.
Dafür dankt ihm Landrat Klaus Pavel. Und weist darauf hin, dass der Dank „die vornehmste Form der Bitte“ ist. Denn gerade auf dem Land sei ein funktionierendes Straßennetz nötig. Dass die Ortsumgehung eine Entlastung von etwa 75 Prozent bringe, darauf verweist Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Er freue sich über die neue Baustelle im Ostalbkreis, nachdem in Gmünd, Mögglingen und zwischen Mögglingen und Heuchlingen schon viel erreicht sei.
Auch Oberbürgermeister Richard Arnold sagt Danke. Magnus Barthle, der einen Marsch für die Ortsumgehung komponiert hat, und dem Bargauer MusikVerein, der diesen spielt. Und den Besitzern der 135 Wiesen und Felder, die diese verkauft und damit die Ortsumgehung möglich gemacht haben.
Damit die Legislative, die Abgeordneten also, nicht nur „Verzierung“ sind, dürfen auch Klaus Maier (SPD) und Dr. Stefan Scheffold (CDU) ein paar Worte sagen. 30 Jahre hätten ihn die Heubacher und die Bargauer Umgehung beschäftigt, sagt Maier, während Scheffold auf eine „gute Vorbereitung“ dieses Spatenstichs durch die Vorgängerregierung verweist. Die Traktorfreunde Bargau starten schließlich ihre Maschinen und fahren die Promis zu den Spaten. Diese hauen sie in die trockene Erde, werfen diese in die Luft und starten so, was im Herbst 2017 fertig sein soll, wenn erste Autos um Bargaus Ortsmitte kurven.

Die Bargauer Ortsumgehung in Zahlen

Etwa 12 500 Autos fahren zurzeit täglich durch Bargau.Mehr als 20 Jahre lang haben die Bargauer auf den ersten Spatenstich für die Bargauer Ortsumgehung gewartet.Knapp drei Kilometer führt die Umgehung die Autofahrer um Bargau.7,7 Millionen Euro kostet die Ortsumgehung. Das Land trägt 6,7 Millionen, der Kreis 700 000 Euro, die Stadt 250 000 Euro.Der 17. Juli 2015 ist der Termin, an dem die Bargauer Ortsumgehung begonnen wird.Im Herbst 2017 soll die Ortsumgehung nach zweieinviertel Jahren Bauzeit fertig sein.

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