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14.09.2015, 08:51 Uhr | © Gmünder Tagespost 14.09.2015
Schlüssel für „Ehrenamtsberg“
Symbolischer Akt zum Kauf des Segelfluggeländes Hornberg durch die Gmünder Fliegergruppe
Gut 17 Monate dauerten die Verhandlungen zwischen der Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd und dem Besitzer des Segelfluggeländes Hornberg, dem Baden-Württembergischen Luftfahrtverband. Dass diese Verhandlungen erfolgreich waren, zeigte sich am Samstag: Vor vielen Gästen wurde der symbolische Schlüssel übergeben.
Jetzt ist es offiziell: Das Segelfluggelände gehört der Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd. Am Samstag war Schlüsselübergabe: (v.li.) Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, Fliegerchef Christoph Schön, Eberhard Laur (BWLV), Dr. Stefan Scheffold (CDU) , Pastoralrefe
Schwäbisch Gmünd-Hornberg. Als „historischen Moment“ bezeichnete Christoph Schön als Flieger-Vorsitzender die Schlüsselübergabe in seiner Begrüßung. Er verwies darauf, dass die Gmünder Fliegergruppe für diesen Moment einen großen Kraftakt meistert. Denn künftig ist sie die Besitzerin des Geländes und aller Gebäude. „Wir sind uns der großen Verantwortung bewusst“, machte er deutlich, dass man nun aus dem Hornberg einen „Ehrenamtsberg“ machen wolle. Denn auch Skiclubs, die Waldstetter Fliegergruppe, die Bergwacht und andere Vereine und Institutionen säßen mit den Gmünder Fliegern dort oben in einem Boot. Und vor allem solle die Bürgerschaft „ihren“ Hornberg nach wie vor als Ausflugsziel genießen können. Diesen Satz griff der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Schefold auf und beschrieb den Hornberg als das Naherholungsgebiet für Schwäbisch Gmünd. „Und der Reiz vom Hornberg ist das Fliegen“, bekräftigte er. Er verwies auf das große Engagement der Gmünder Flieger, auf ihre sportlichen Erfolge sowie ihre herausragende Jugendarbeit. Auch sein Landtagskollege Klaus Maier gratulierte den Fliegern zum Kauf und bezeichnete diesen als „mutige Entscheidung“. „Dazu gehört viel Verantwortung“, verwies er darauf, dass er selbst 25 Jahre lang „Chef des Heubacher Flugplatzes“ war. Landrat Klaus Pavel sah durch den Kauf einen „großen Einschnitt in die Situation“. Der Hornberg sei Ausflugs- und Fliegerparadies zugleich. „Der Ostälbler geht gern in die Luft“, verwies er auf andere Ostalb-Flugplätze in Ellwangen und Elchingen. Er lud alle Interessierten dazu ein, den Hornberg auch wirklich zum „Ehrenamtsberg“ zu machen. Er gratulierte zur herausragenden Jugendarbeit. Bevor Pastoralreferent Helmut Geier von der Seelsorgeeinheit Bernhardus das Gelände segnete, zeigte sich Gmünds Bürgermeister Dr. Joachim Bläse zuversichtlich, dass ein „saftiger Zuschussantrag an das Land gestellt werden wird“, um diverse Umbauten, Sanierungen und Investitionen besser schultern zu können. Dabei hatte er vor allem das Gebäude der Flugschule im Blick, vor dem die Schlüsselübergabe stattfand. Vor der großen Gästeschar, darunter viele Vereinsvertreter, überreichte der Luftfahrtverbandspräsident Eberhard Laur densymbolischen Schlüssel an Fliegervorsitzenden Christoph Schön. Er bemerkte, dass er selbst auf dem Hornberg das Fliegen gelernt habe. Der Verband mit seinen 20 000 Mitgliedern sei sich einig darüber gewesen, dass das „Juwel Hornberg“ nur verkauft werde, wenn dort auch die lange Fliegertradition fortgesetzt werde. „Ich bin richtig stolz auf die Flieger aus Schwäbisch Gmünd und Waldstetten“, schloss er. Am Abend wurde der Hangar 3 zur Partyzone mit leckerer Kulinarik und Musik.

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