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27.10.2015, 09:15 Uhr
Scheffold im Gespräch mit Arbeitgebern
Der Gmünder Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Scheffold (CDU) traf sich kürzlich zu seinem jährlichen Austausch mit dem Arbeitgeberverband Südwestmetall bei der Firma Schubert und Edelmann in Bartholomä. Gesprächshemen waren Ausbildung, Fachkräftemangel und das Bildungszeitgesetz. Aber auch die Flüchtlingskrise nahm breiten Raum ein.
Manfred Grieser, Geschäftsführer von Schubert und Edelmann, stellte Scheffold und Südwestmetall-Geschäftsführer Jörn P. Makko zunächst das Unternehmen und die wichtigsten Kennzahlen vor. Unter 80 Mitarbeitern befänden sich 11 Auszubildende, was eine sehr hohe Ausbildungsquote darstellen würde. Aufgrund der hohen Spezialisierung im Unternehmen könnten Facharbeiter nicht einfach auf dem freien Markt gesucht werden, sondern müssten selbst im Betrieb ausgebildet werden. Dies führe auch dazu, dass ein Großteil der Belegschaft im Unternehmen selbst gelernt habe und sich daher in besonderem Maße identifiziere. Scheffold lobte insbesondere die Kooperation von Schubert und Edelmann mit verschiedenen Schulen im Umland, welche Betriebspraktika und dadurch einen Einstieg in die duale Ausbildung ermöglichen könne.
Sorgen bereiteten ihm die in Zukunft immer häufiger vorkommenden Arbeitnehmerfreistellungen, berichtete Manfred Grieser und nannte beispielhaft das Bildungszeitgesetz. Südwestmetall erhoffe sich für die Anwendung des „nicht erforderlichen und schlecht gemachten“ Bildungszeitgesetzes baldige Klarheit und Rechtssicherheit durch die Gerichte, pflichtete Makko ihm bei. Betrieblich sinnvolle Weiterbildungen seien auch vor dem Bildungszeitgesetz von den Arbeitgebern unterstützt und bewilligt worden. Aufgrund der hohen Spezialisierung seiner Firma kämen Flüchtlinge als unausgebildete Facharbeiter für Schubert und Edelmann eher nicht in Frage, erklärte Grieser zum derzeit beherrschenden Thema. Makko berichtete, dass den Arbeitgebern Planungssicherheit wichtig sei, wenn es um die Beschäftigung von Flüchtlingen gehe; z.B. sei  eine Ausbildung auch stets eine Investition und diese überlege man sich zweimal, wenn man mit einem Mitarbeiter wegen dessen Aufenthaltsstatus nicht langfristig planen könne. Hier war er sich mit Scheffold einig, dass ein Wechsel vom Asylverfahren in ein arbeitsmarktorientiertes Zuwanderungsverfahren in begründeten Fällen möglich sein müsse.
Beim anschließenden Rundgang durch die neuen Werkshallen konnten sich Makko und Scheffold vom hochmodernen Maschinenpark bei Schubert und Edelmann überzeugen. Dieser würde kontinuierlich modernisiert und erlaube einen Betrieb rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche.
Schubert und Edelmann ist eine Tochterfirma der in Crailsheim ansässigen Schubert GmbH und fertigt Präzisionsteile für den Verpackungsmaschinenbau, Anlagenbau, Flugzeugbau und viele weitere Branchen.

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