Besuchen Sie uns auf http://www.stefan-scheffold.de

DRUCK STARTEN


Presse
04.08.2016, 15:06 Uhr | © Gmünder Tagespost 04.08.2016
„Frau Ministerin, nehmen Sie das mit“
Bei Besuch: Klarer Auftrag an Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau
„Das hier ist die Vergangenheit. Ich will Sie mitnehmen in die Zukunft“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold und schiebt die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, sanft in Richtung Auto. Und die? Die zeigt sich beeindruckt von Gmünd, den bereits realisierten und neuen Projekten.
Karl-Eugen Ebertshäuser von der Landesgartenschau GmbH, Baubürgermeister Julius Mihm, Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Scheffold, Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Gerhard Hackner, Leiter des Liegenschaftsamtes, und Oberbürgermeister Richard Arnold
Schwäbisch Gmünd. Für Dr. Stefan Scheffold gibt es zur Begrüßung ein Küsschen, für Oberbürgermeister Richard Arnold einen Händedruck. Einen überraschend festen. Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut ist zum ersten Mal in Schwäbisch Gmünd, kommt direkt von einem Besuch bei der Firma Airbus. Sie besucht während ihrer Sommerreise Städte und Unternehmen in den vier Regierungsbezirken, will ein Gespür für die Regionen, ihre Stärken, Schwächen und ihr Entwicklungspotenzial bekommen.
Arnold weiß, dass er nicht viel Zeit hat, um der Wirtschaftsministerin eine Botschaft einzuschärfen. „Baden-Württemberg ist groß geworden ohne Rohstoffe, weil schon immer auf Erfindungen gesetzt und Hochschulen im ländlichen Raum angesiedelt wurden. Wir in Gmünd können Forschungseinrichtungen Platz bieten. Das ist ein klares Angebot. Nehmen Sie das mit“, sagt er und fügt an: „Auf dem Hardt könnten wir Flächen für Forschungseinrichtungen der Uni Stuttgart zur Verfügung stellen.“ Die Ministerin steht am Remsufer und nickt. Fast schon ein bisschen erschlagen von all den Informationen, die hier auf sie einprasseln. Arnold erklärt die Baumaßnahmen der Vergangenheit im Schnelldurchlauf: ein neues Verkehrskonzept für die Innenstadt, eine bessere Anbindung des Bahnhofes, hier ein neues Hotel, da eine wiederentdeckte Synagoge. Ach ja, und Schmuckstadt sei man auch noch. „Das darf man mir nicht sagen. Ich versuche mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Einfach so viel Arbeiten, dass man kein Geld ausgibt“, winkt die CDU-Politikerin lachend ab.
Bis 2019 – pünktlich zur Remstalgartenschau – solle noch einiges in der Innenstadt geschehen, erklärt der Bürgermeister. Und ab 2019 stehe ein weiteres Großprojekt an. Rund um die Manufaktur B26, die jüngst im Bereich Becherlehen eröffnete, soll nach und nach ein attraktives Wohngebiet entstehen. Arnold spricht von „ungenutzter Potenzialfläche“, die es neu zu entdecken gelte. Die Manufaktur B26 sei in diesem Zusammenhang ein „kultureller Leuchtturm.“
Oder, wie es Sebastian Schiller, Geschäftsführer der in die Manufaktur integrierten Porschewerkstatt, ausdrückt: „Wir haben den Startschuss gemacht.“ Nun sei es an der Stadt, das Konzept weiterzuspinnen. Und das tut die Stadtspitze. Gemeinsam mit Baubürgermeister Julius Mihm beugen sich Richard Arnold und die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmann-Kraut über Flächenpläne. Das ist also die Zukunft, von der der Oberbürgermeister sprach. „Stuttgart ist beengt, wir haben hier Fläche“, sagt er. Im Hier und Jetzt lehnt sich die Wirtschaftsministerin zurück, nippt an ihrem Kaffee. Schwäbisch Gmünd, das nimmt sie von diesem Besuch mit, wird ihr in ihrer Amtszeit nicht zum letzten Mal begegnet sein.